BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

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BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Mirulan
HaLlo Liste.

Ich habe hier einen Debian-Rechner mit bullseye und einen Lenovo Laptop
mit Buster.

Im Moment bin ich noch nicht in die Verlegenheit gekommen, aber wie
kriege ich ein BIOS-Updtade hin ohne vorher Windows installieren zu
müssen, da die meisten Tools ja für Windows sind.

Beim Googeln bin ich auf flashrom gestoßen, was das taugt kann ich
nicht beurteilen.

Kennt sich hier jemand aus und kann mir etwas wissenstechnisch unter
die Arme greifen?

TIA

Grüße

Mirulan  

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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Timo Sokal
Am Samstag, den 01.02.2020, 07:48 +0100 schrieb Mirulan:

Hallo
>
> Kennt sich hier jemand aus und kann mir etwas wissenstechnisch unter
> die Arme greifen?
>
Lenovo bietet in seinem Servicebereich für alle seine Rechner vom
Betriebssystem unabhängig bootfähige ISO an. Damit funktionierte bei
meien Rechnern ein Firmware/BIOS-Update bisher immer völlig problemlos.
Nachteil ist, dass diese ISO's keine Hybrid sind, also nicht von einem
USB-Stick booten können. Sie müssen immer erst auf eine CD gebrannt,
und der Rechner dann von einem optischen Laufwerk gebootet werden. Dann
ist die Sache aber in wenigen Minuten erledigt.

--
Timo Sokal

Wer mit seinen Rechnern keinen Stress haben möchte benutzt auf ihnen
Debian GNU/Linux "Stretch" als Betriebssystem

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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Ragnar Johanson
In reply to this post by Mirulan
On Sat, Feb 01, 2020 at 07:48:04AM +0100, Mirulan wrote:

> HaLlo Liste.
>
> Ich habe hier einen Debian-Rechner mit bullseye und einen Lenovo Laptop
> mit Buster.
>
> Im Moment bin ich noch nicht in die Verlegenheit gekommen, aber wie
> kriege ich ein BIOS-Updtade hin ohne vorher Windows installieren zu
> müssen, da die meisten Tools ja für Windows sind.
>
> Beim Googeln bin ich auf flashrom gestoßen, was das taugt kann ich
> nicht beurteilen.
>
> Kennt sich hier jemand aus und kann mir etwas wissenstechnisch unter
> die Arme greifen?
>
> TIA
>
> Grüße
>
> Mirulan  

Moin

Fuer mein ThinkPad lade ich mir die aktuellste Bios-iso von der Lenovo Webseite
(z.B. r02uj71d.iso), die ich dann mit dem Tool "genisoimage" umwandle
(geteltorito -o bios.img r02uj71d.iso).
Dann nur noch auf einen USB-Stick per "dd" schreiben, von dem booten und den
Anweisungen folgen.
Hinweis: Das Laptop muss am Stromnetz haengen, ansonsten verweigert der
Updater seinen Dienst.

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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Timo Sokal
Am Samstag, den 01.02.2020, 18:04 +1000 schrieb Ragnar Johanson:

Hallo Ragnar
>
> Fuer mein ThinkPad lade ich mir die aktuellste Bios-iso von der
> Lenovo Webseite
> (z.B. r02uj71d.iso), die ich dann mit dem Tool "genisoimage" umwandle
> (geteltorito -o bios.img r02uj71d.iso).
> Dann nur noch auf einen USB-Stick per "dd" schreiben, von dem booten
> und den
> Anweisungen folgen.
>
Da legst Di nieda... ;-)

Der Trick ist mit neu! Danke.

--
Timo Sokal

Wer mit seinen Rechnern keinen Stress haben möchte benutzt auf ihnen
Debian GNU/Linux "Stretch" als Betriebssystem

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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Jim Knuth
In reply to this post by Ragnar Johanson
Am 01.02.20 um 09:04 schrieb Ragnar Johanson:



> Fuer mein ThinkPad lade ich mir die aktuellste Bios-iso von der Lenovo Webseite
> (z.B. r02uj71d.iso), die ich dann mit dem Tool "genisoimage" umwandle
> (geteltorito -o bios.img r02uj71d.iso).
> Dann nur noch auf einen USB-Stick per "dd" schreiben, von dem booten und den
> Anweisungen folgen.
> Hinweis: Das Laptop muss am Stromnetz haengen, ansonsten verweigert der
> Updater seinen Dienst.
>

hört sich gut an. Aber woher weiß ich, was das passende Bios-Iso
für meinen Laptop ist? Dieser startet nämlich gar nicht mehr,
weil ich das Bios zerschossen habe. :-/

--
freundlicher Gruß,
kind regard,
Katharina Knuth

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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Jochen Van Geldern
Am Sat, 1 Feb 2020 13:39:42 +0100
schrieb Katharina Knuth <[hidden email]>:

> Am 01.02.20 um 09:04 schrieb Ragnar Johanson:
>
>
>
> > Fuer mein ThinkPad lade ich mir die aktuellste Bios-iso von der
> > Lenovo Webseite (z.B. r02uj71d.iso), die ich dann mit dem Tool
> > "genisoimage" umwandle (geteltorito -o bios.img r02uj71d.iso).
> > Dann nur noch auf einen USB-Stick per "dd" schreiben, von dem
> > booten und den Anweisungen folgen.
> > Hinweis: Das Laptop muss am Stromnetz haengen, ansonsten verweigert
> > der Updater seinen Dienst.
> >  
>
> hört sich gut an. Aber woher weiß ich, was das passende Bios-Iso
> für meinen Laptop ist?
Nur anhand der Information die dabei steht wo du das ISO runtergeladen
hast. Wenn du dir nicht sicher bist lasse es besser sein.

> Dieser startet nämlich gar nicht mehr,
> weil ich das Bios zerschossen habe. :-/
>
Dann kannst du so die Bios, ohne Flasher-Hardware, nicht mehr in Ordnung
bringen.
--
Gruß Jochen

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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Martin Steigerwald
In reply to this post by Jim Knuth
Katharina Knuth - 01.02.20, 13:39:42 CET:

> Am 01.02.20 um 09:04 schrieb Ragnar Johanson:
> > Fuer mein ThinkPad lade ich mir die aktuellste Bios-iso von der
> > Lenovo Webseite (z.B. r02uj71d.iso), die ich dann mit dem Tool
> > "genisoimage" umwandle (geteltorito -o bios.img r02uj71d.iso).
> > Dann nur noch auf einen USB-Stick per "dd" schreiben, von dem booten
> > und den Anweisungen folgen.
> > Hinweis: Das Laptop muss am Stromnetz haengen, ansonsten verweigert
> > der Updater seinen Dienst.
>
> hört sich gut an. Aber woher weiß ich, was das passende Bios-Iso
> für meinen Laptop ist? Dieser startet nämlich gar nicht mehr,
> weil ich das Bios zerschossen habe. :-/

Typen-Schild unter dem Laptop angucken und bei Lenovo nach dem exakten
Modell suchen.

--
Martin


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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Martin Steigerwald
In reply to this post by Jochen Van Geldern
Jochen van Geldern - 01.02.20, 14:12:57 CET:
> > Dieser startet nämlich gar nicht mehr,
> > weil ich das Bios zerschossen habe.
>
> Dann kannst du so die Bios, ohne Flasher-Hardware, nicht mehr in
> Ordnung bringen.

Hmmm ja, wenn da tatsächlich nix mehr bootet, dann klappt es auch mit
der ISO-Variante des BIOS-Updates nicht mehr.

--
Martin


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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Mirulan
In reply to this post by Martin Steigerwald
Hallo Liste!

Danke erst mal für die tollen Antworten!

Aber wie sieht's mit meinem Rechner aus, der auf einem ASUS P8Z68-V
Pro/Gen3 läuft? Irgendwelche Ideen da oder läuft das auch über ISOs,
die ich dann vom optischen Laufwerk boote?

TIA

Gruß Mirulan

Am Samstag, den 01.02.2020, 14:31 +0100 schrieb Martin Steigerwald:

> Katharina Knuth - 01.02.20, 13:39:42 CET:
> > Am 01.02.20 um 09:04 schrieb Ragnar Johanson:
> > > Fuer mein ThinkPad lade ich mir die aktuellste Bios-iso von der
> > > Lenovo Webseite (z.B. r02uj71d.iso), die ich dann mit dem Tool
> > > "genisoimage" umwandle (geteltorito -o bios.img r02uj71d.iso).
> > > Dann nur noch auf einen USB-Stick per "dd" schreiben, von dem
> > > booten
> > > und den Anweisungen folgen.
> > > Hinweis: Das Laptop muss am Stromnetz haengen, ansonsten
> > > verweigert
> > > der Updater seinen Dienst.
> >
> > hört sich gut an. Aber woher weiß ich, was das passende Bios-Iso
> > für meinen Laptop ist? Dieser startet nämlich gar nicht mehr,
> > weil ich das Bios zerschossen habe. :-/
>
> Typen-Schild unter dem Laptop angucken und bei Lenovo nach dem
> exakten
> Modell suchen.
>

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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Uwe Kerstan
* Mirulan [01-02-2020 14:47]:
 
> Aber wie sieht's mit meinem Rechner aus, der auf einem ASUS P8Z68-V
> Pro/Gen3 läuft? Irgendwelche Ideen da oder läuft das auch über ISOs,
> die ich dann vom optischen Laufwerk boote?

Moin!

Freedos sollte immer funktionieren. USB-Variante von http://freedos.org/
holen und per dd auf einen Stick schreiben. Danach den Stick mounten
und die Bios-Datei nach C:\ kopieren. Wenn man möchte, kann man die
autoexec.bat bearbeiten und die Einträge für den Installer entfernen,
damit man nicht aus Versehen eine DOS-Installation startet. Danach vom
Stick booten und die bios.exe starten.

Gruß Uwe

signature.asc (849 bytes) Download Attachment
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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Rolf Heinrichs
In reply to this post by Mirulan
Am 01.02.20 um 14:50 schrieb Mirulan:
> Aber wie sieht's mit meinem Rechner aus, der auf einem ASUS P8Z68-V
> Pro/Gen3 läuft? Irgendwelche Ideen da oder läuft das auch über ISOs,
> die ich dann vom optischen Laufwerk boote?

Wenn mich nicht alles täuscht, holst Du Dir das Bios von ASUS und
spielst es dekomprimiert auf einen USB-Stick mit FAT32-Formatierung.
Wenn möglich an einen USB2-Port anklemmen.
Das UEFI-Bios sollte unter Tools eine Punkt Bios-Update bieten, so
machen es jedenfalls alle meine ASUS-UEFI-AMD-Boards.

Lies mal im Handbuch des Boards nach.

Gruss, Rolf

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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Kevin Price-6
In reply to this post by Mirulan
Moin!

Am 01.02.20 um 07:48 schrieb Mirulan:
> Im Moment bin ich noch nicht in die Verlegenheit gekommen, aber wie
> kriege ich ein BIOS-Updtade hin ohne vorher Windows installieren zu
> müssen, da die meisten Tools ja für Windows sind.

Ergänzend zu den bisherigen Antworten weise ich auf zwei weitere
Möglichkeiten hin:

1. fwupd. Zwar weiß ich nicht, ob die FWs für all Deine Geräte, auch
Peripherie, in LVFS verfügbar sind, aber dann könnte fwupd Dein Vorhaben
stark vereinfachen. Bei aktiviertem Secure Boot würdest Du die jeweilige
signed-Version benötigen.

2. Falls Du lediglich das daran IMHO Wichtigste, nämlich den
CPU-Microcode benötigst, könnten amd64-microcode oder intel-microcode
Dir insofern helfen, dass sie ohne die FW zu berühren, den Microcode bei
jedem debian-Boot in die CPU laden.

LG
Kevin

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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Sven Hoexter-2
On Sat, Feb 01, 2020 at 08:57:28PM +0100, Kevin Price wrote:

Hi,

> Ergänzend zu den bisherigen Antworten weise ich auf zwei weitere
> Möglichkeiten hin:
>
> 1. fwupd. Zwar weiß ich nicht, ob die FWs für all Deine Geräte, auch
> Peripherie, in LVFS verfügbar sind, aber dann könnte fwupd Dein Vorhaben
> stark vereinfachen. Bei aktiviertem Secure Boot würdest Du die jeweilige
> signed-Version benötigen.

Wir hatten mal begonnen auf
https://wiki.debian.org/Firmware/Updates
Informationen zu diversen Firmware Update Mechanismen zu sammeln.
Wenn jemand aus diesem Thread weitere Varianten gefunden hat moege er nach
Moeglichkeit diese Seite entsprechend erweitern.

Sven

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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Christian Andretzky-3
In reply to this post by Timo Sokal
Hi,
sorry für die Verzögerung, habs vorher wohl übersehen.
Zitat von Timo Sokal <[hidden email]>:

[…]
> Lenovo bietet in seinem Servicebereich für alle seine Rechner vom
> Betriebssystem unabhängig bootfähige ISO an. Damit funktionierte bei
> meien Rechnern ein Firmware/BIOS-Update bisher immer völlig problemlos.
> Nachteil ist, dass diese ISO's keine Hybrid sind, also nicht von einem
> USB-Stick booten können. Sie müssen immer erst auf eine CD gebrannt,
> und der Rechner dann von einem optischen Laufwerk gebootet werden. Dann
> ist die Sache aber in wenigen Minuten erledigt.
[…]
Leute, ich will ja nicht meckern, aber diese Art Problembeschreibung  
taucht nach meiner Beobachtung relativ regelmäßig immer wieder auf,  
wenn es um Probleme im Zusammenhang mit ISOs, Floppys, USB-Sticks u-ä  
geht.
Früher hatte ich auch mal solche Probleme. Dann bin ich durch Zufall  
mal auf die folgende Lösung aufmerksam gemacht worden:

http://iodd.kr/wordpress/product/iodd-2531/

Das Teil ist ein Leergehäuse für 2.5" HDDs/SSDs bis ca 9.5mm Bauhöhe.  
Der Clou ist der eingebaute kleine Computer, der es ermöglicht, die  
einzubauende Platte sowohl als normale USB-Disk zu benutzen, aber auch  
parallel dazu als CD-ROM, DVD, Blu-Ray, USB-Stick und  
Disketten-Emulation. Unter bestimmten (leicht einzuhaltenden)  
Bedingungen kann dabei sogar auf die emulierten USB-Sticks und  
Disketten geschrieben werden.

Guckt es euch mal an, vielleicht hilft es ja dem Einen oder anderen.

Gruß, Chr.



--
Name:  Christian Andretzky
mail:  [hidden email]
PGP:   public key available via public key server
Freedom is just another word for nothing left to lose (Janis Joplin)
Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust,
mit Idioten zu diskutieren. (Albert Einstein)

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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Marc Haber-14
On Mon, 17 Feb 2020 22:08:45 +0000, Christian Andretzky
<[hidden email]> wrote:

>Früher hatte ich auch mal solche Probleme. Dann bin ich durch Zufall  
>mal auf die folgende Lösung aufmerksam gemacht worden:
>
>http://iodd.kr/wordpress/product/iodd-2531/
>
>Das Teil ist ein Leergehäuse für 2.5" HDDs/SSDs bis ca 9.5mm Bauhöhe.  
>Der Clou ist der eingebaute kleine Computer, der es ermöglicht, die  
>einzubauende Platte sowohl als normale USB-Disk zu benutzen, aber auch  
>parallel dazu als CD-ROM, DVD, Blu-Ray, USB-Stick und  
>Disketten-Emulation. Unter bestimmten (leicht einzuhaltenden)  
>Bedingungen kann dabei sogar auf die emulierten USB-Sticks und  
>Disketten geschrieben werden.
>
>Guckt es euch mal an, vielleicht hilft es ja dem Einen oder anderen.

Absolut. Sehr interesssant, dankeschön!

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber         |   " Questions are the         | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany  |     Beginning of Wisdom "     |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Christoph Schmees
In reply to this post by Christian Andretzky-3
Am 17.02.20 um 23:08 schrieb Christian Andretzky:

>...
> […]
>> Lenovo bietet in seinem Servicebereich für alle seine Rechner vom
>> Betriebssystem unabhängig bootfähige ISO an. Damit funktionierte bei
>> meien Rechnern ein Firmware/BIOS-Update bisher immer völlig problemlos.
>> Nachteil ist, dass diese ISO's keine Hybrid sind, also nicht von einem
>> USB-Stick booten können. Sie müssen immer erst auf eine CD gebrannt,
>> und der Rechner dann von einem optischen Laufwerk gebootet werden. Dann
>> ist die Sache aber in wenigen Minuten erledigt.
> […]
> Leute, ich will ja nicht meckern, aber diese Art Problembeschreibung taucht nach meiner Beobachtung relativ regelmäßig immer wieder auf, wenn es um Probleme im Zusammenhang mit ISOs, Floppys, USB-Sticks u-ä geht.
> Früher hatte ich auch mal solche Probleme. Dann bin ich durch Zufall mal auf die folgende Lösung aufmerksam gemacht worden:
>
> http://iodd.kr/wordpress/product/iodd-2531/
>
> Das Teil ist ein Leergehäuse für 2.5" HDDs/SSDs bis ca 9.5mm Bauhöhe. Der Clou ist der eingebaute kleine Computer, der es ermöglicht, die einzubauende Platte sowohl als normale USB-Disk zu benutzen, aber auch parallel dazu als CD-ROM, DVD, Blu-Ray, USB-Stick und Disketten-Emulation. Unter bestimmten (leicht einzuhaltenden) Bedingungen kann dabei sogar auf die emulierten USB-Sticks und Disketten geschrieben werden.
>...

ähm - hab' ich was verpasst?
Wir sind hier auf der *debian* Mailingliste.
Darf ich daran erinnern, wie sehr in debian die reine Lehre hochgehalten wird?
Frei, offen und transparent soll alles ein.
Und dann empfiehlt jemand ein Gerät mit closed-Source "Komfort", zudem noch ausgerechnet aus Korea!

Außerdem verstehe ich nicht, welchen Nutzen das Gerät bringen sollte.
Das BIOS aus den von den Herstellern angebotenen ISO herauspulen muss ich so oder so, und auf einen USB-Stick schreiben auch. Dabei ist mir ein echter USB-Stick erheblich lieber als ein emulierter, auf den man /unter bestimmten Bedingungen sogar schreiben/ kann! <eg>

Will sagen: Ganz unabhängig vom Mangel an Transparenz sehe ich nicht einmal den *Nutzen* eines solchen Spielzeugs für BIOS-Updates. Kann mir den jemand nahe bringen?

--
Bitte keine Mails von USA-Providern wie AOL, me.com (Apple),
gmail (Google), hotmail/outlook.com (Microsoft) oder yahoo.
Solche Mails werden ohne Rückmeldung gelöscht.
Siehe <http://www.pc-fluesterer.info/wordpress/downloads>

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Re: BIOS-Update auf reinem Linux-Rechner?

Ulf Volmer
On 19.02.20 19:26, Christoph Schmees wrote:
> Am 17.02.20 um 23:08 schrieb Christian Andretzky:

>> http://iodd.kr/wordpress/product/iodd-2531/

> ähm - hab' ich was verpasst?
> Wir sind hier auf der *debian* Mailingliste.
> Darf ich daran erinnern, wie sehr in debian die reine Lehre hochgehalten wird?
> Frei, offen und transparent soll alles ein.

s/soll/sollte/. Auch in Debian gibt es mittlerweile Non- Free Firmware.
Die man im konkreten Fall noch nicht einmal braucht.

Mein externes USB- DVD Laufwerk hat mutmaßlich auch keine OSS Firmware.

> Und dann empfiehlt jemand ein Gerät mit closed-Source "Komfort", zudem noch ausgerechnet aus Korea!

Was spricht jetzt genau gegen Korea?

> Außerdem verstehe ich nicht, welchen Nutzen das Gerät bringen sollte.
> Das BIOS aus den von den Herstellern angebotenen ISO herauspulen muss ich so oder so, und auf einen USB-Stick schreiben auch. Dabei ist mir ein echter USB-Stick erheblich lieber als ein emulierter, auf den man /unter bestimmten Bedingungen sogar schreiben/ kann! <eg>

Nach meinem Verständnis wirft Du das ISO auf genanntes Device und sagt
dem, dass es das als CDROM präsentieren möchte. Da musst Du nichts
herrauspulen.

Viele Grüße
Ulf