Debian zusätzlich zu Win 7 und 10

classic Classic list List threaded Threaded
7 messages Options
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Debian zusätzlich zu Win 7 und 10

Gerhard Wolfstieg
     Hallo zusammen!

Auf einem Notebook gibt schon es Windows 7 und 10. Dafür stellt Windows
ein Bootmenü zur Verfügung. Jetzt soll auf einem freigehaltenen
Plattenplatz Debian (als späteres Hauptsystem) dazukommen.

Muß ich etwas beachten, um nach der Debianinstallation alle drei
Systeme booten zu können – z. B.: grub nicht installieren und
stattdessen versuchen, Windows alle drei Systeme zur Auswahl booten zu
lassen?

     Grüße, Gerhard

Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Debian zusätzlich zu Win 7 und 10

Sebastian Reinhardt
Am 05.02.20 um 22:38 schrieb Gerhard Wolfstieg:

>       Hallo zusammen!
>
> Auf einem Notebook gibt schon es Windows 7 und 10. Dafür stellt Windows
> ein Bootmenü zur Verfügung. Jetzt soll auf einem freigehaltenen
> Plattenplatz Debian (als späteres Hauptsystem) dazukommen.
>
> Muß ich etwas beachten, um nach der Debianinstallation alle drei
> Systeme booten zu können – z. B.: grub nicht installieren und
> stattdessen versuchen, Windows alle drei Systeme zur Auswahl booten zu
> lassen?
>
>       Grüße, Gerhard
>
Hallo,

Ich habe auch immer, der Einfachheit halber, erst Windoof und zuletzt
Debian installiert, damit Grub alles automatisch erkennen und im
Grub-Bootmenü anbieten kann.

Du musst, wenn gemeinsame Partitionen zum Datenaustausch genutzt werden
können, den Windoof-Dingern, das "Schnelle Herunterfahren" abgewöhnen.
Durch das "Schnelle Herunterfahren" schrotten die regelmäßig die
Linux-Paritionen und Du musst immer wieder beim Hochfahren "reparieren"
lassen. Kannst dazu mal im I-Net suchen. "btrfs" und "ext" kann man
unter Windoof durchaus mit nutzen (gibt es Treiber), aber Windoof
schrottet die Partitionen auch ohne "Schnelles Herunterfahren".....ist
jedenfalls meine Erfahrung mit 4 Labtops......."btrfs" ist da
anfälliger, da die Treiber nicht "fertig" sind. Gemeinsam genutzte
Partitionen zum Datenaustausch sind eher eine schleche Idee, meiner
ERfahrung nach.

Viel Spaß damit, ich habe jetzt angefangen Debian als alleiniges System
und Windoof in Qemu in unserer Firma einzuführen, wo es geht.....

--
Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Reinhardt

Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Debian zusätzlich zu Win 7 und 10

Mechtilde Stehmann-2
Hallo Sebastian,

Am 06.02.20 um 00:32 schrieb Sebastian Reinhardt:
> Am 05.02.20 um 22:38 schrieb Gerhard Wolfstieg:
>>       Hallo zusammen!

>
> Viel Spaß damit, ich habe jetzt angefangen Debian als alleiniges System
> und Windoof in Qemu in unserer Firma einzuführen, wo es geht.....

Hast du eine praktikable Anleitung dazu?

Das wäre für mich eine Alternative zur Virtualbox.

viele Grüße

--
Mechtilde Stehmann
## Apache OpenOffice
## Freie Office Suite für Linux, MacOSX, Windows
## Debian Developer
## PGP encryption welcome
## F0E3 7F3D C87A 4998 2899  39E7 F287 7BBA 141A AD7F


signature.asc (849 bytes) Download Attachment
Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Debian zusätzlich zu Win 7 und 10

Sebastian Reinhardt
Am 06.02.20 um 07:48 schrieb Mechtilde:

> Hallo Sebastian,
>
> Am 06.02.20 um 00:32 schrieb Sebastian Reinhardt:
>> Am 05.02.20 um 22:38 schrieb Gerhard Wolfstieg:
>>>        Hallo zusammen!
>> Viel Spaß damit, ich habe jetzt angefangen Debian als alleiniges System
>> und Windoof in Qemu in unserer Firma einzuführen, wo es geht.....
> Hast du eine praktikable Anleitung dazu?
>
> Das wäre für mich eine Alternative zur Virtualbox.
>
> viele Grüße
>
Hallo,

Anleitungen gibt es im Netz einige. Die braucht man eigentlich nicht,
wenn man den "virt-manager" zu Hilfe nimmt. Damit kann man die Gäste
einfach einrichten und auch komfortabel starten. Es gibt auch die
Möglichkeit den Gast "headless" laufen zu lassen. Ist eine gute
Möglichkeit, z.B. eine Linux Entwicklungsumgebung über Nacht für andere
Architekturen kompilieren zu lassen......

Ich habe das unter Buster auf dem NAS und mittlerweile einem Labtop
(wird ausgebaut) laufen. Es empfiehlt sich natürlich viel RAM, eine CPU
mit KVM-Unterstützung (Intel VT-X, AMD-V/SVM) usw., also die üblichen
Vorraussetzungen für Virtualisierung. Zur Orientierung (schwächster
Rechner): Der Labtop hat einen 2+2 Kerner 2,6GHz CPU (Intel i5 ....muss
ich schauen, wie der genau heisst..) und 16GB RAM und läuft mit Buster
und Win10-(2-Kerne, 5GB-RAM) sowie Win7- Gast (1Kern, 2GB-RAM). Die kann
man sogar gleichzeitig nutzen, ist aber knapp. Dabei sollte man
möglichst auf dem Host nichts böses laufen haben (z.B. LibreOffice). Auf
dem Labtop-Buster-Host laufen auch gleichzeitig noch Apache (interne
Webseite mit Handbüchern und Doku), Samba (Win-Datenaustausch für die
Gäste/Host) und noch Kleinigkeiten. Das ist etwas "Overkill",
funktioniert aber flüssig (gerade noch, kurz vorm Swappen). Das ist
notwendig, da der Melkanlagen-Techniker u.a. ein Katalogprogramm eines
Herstellers benötigt, was nur unter Win7 läuft und noch keine
Win10-Version verfügbar ist (die haben InetExpl.11 "umprogrammiert" und
eine eigene GUI damit gebaut, was aber mit Edge nicht funktioniert; da
geht unter Win10 nichtmal ein Fenster auf und mit WINE gehts auch
nicht=>min. InetExpl.11=>doofe Sache).

Besonders "scharf" finde ich auch den Austausch der Zwischenablagen der
3 Systeme (erfordert eine kleine Nachinstallation im Gast und eine
Einstellung im Host [1]). Es geht auch ein Dateien-kopieren über einen
solchen Kanal, ist aber lahm bei großen Dateien. Deshalb habe ich die
Samba- Variante gewählt, ist einfach schneller und "durchsichtiger".
Kleiner Fallstrick: Die Netzwerkbrücke wird auch automatisch
konfiguriert (kann auch manuell gemacht werden), startet aber nicht
immer automatisch. Damit gehen dasClipboard-Sahring auch nicht. Dann im
"virt-manager" beim NIC den Hacken "Link state active" setzten oder per
console kontrollieren/ setzen (siehe auch I-NET....).

USB-Geräte werden auch automatisch auf allen Systemen angezeigt, wenn
man die Hubs an die Gäste weitergibt (automatisch in "virt-manager"
voreingestellt).

Das ist alles in Allem sehr gut und einfach mit dem "virt-manager".

Nebenbei: Virtualbox habe ich noch nie verwendet und kann/will damit
auch nicht sagen, was schneller/besser ist!

---

[1]
https://serverfault.com/questions/874309/virt-manager-spice-copy-paste-doesnt-work

--
Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Reinhardt

Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Debian zusätzlich zu Win 7 und 10

Sebastian Reinhardt
Am 06.02.20 um 12:44 schrieb Sebastian Reinhardt:

> Am 06.02.20 um 07:48 schrieb Mechtilde:
>> Hallo Sebastian,
>>
>> Am 06.02.20 um 00:32 schrieb Sebastian Reinhardt:
>>> Am 05.02.20 um 22:38 schrieb Gerhard Wolfstieg:
>>>>        Hallo zusammen!
>>> Viel Spaß damit, ich habe jetzt angefangen Debian als alleiniges System
>>> und Windoof in Qemu in unserer Firma einzuführen, wo es geht.....
>> Hast du eine praktikable Anleitung dazu?
>>
>> Das wäre für mich eine Alternative zur Virtualbox.
>>
>> viele Grüße
>>
> Hallo,
>
> Anleitungen gibt es im Netz einige. Die braucht man eigentlich nicht,
> wenn man den "virt-manager" zu Hilfe nimmt. Damit kann man die Gäste
> einfach einrichten und auch komfortabel starten. Es gibt auch die
> Möglichkeit den Gast "headless" laufen zu lassen. Ist eine gute
> Möglichkeit, z.B. eine Linux Entwicklungsumgebung über Nacht für
> andere Architekturen kompilieren zu lassen......
>
> Ich habe das unter Buster auf dem NAS und mittlerweile einem Labtop
> (wird ausgebaut) laufen. Es empfiehlt sich natürlich viel RAM, eine
> CPU mit KVM-Unterstützung (Intel VT-X, AMD-V/SVM) usw., also die
> üblichen Vorraussetzungen für Virtualisierung. Zur Orientierung
> (schwächster Rechner): Der Labtop hat einen 2+2 Kerner 2,6GHz CPU
> (Intel i5 ....muss ich schauen, wie der genau heisst..) und 16GB RAM
> und läuft mit Buster und Win10-(2-Kerne, 5GB-RAM) sowie Win7- Gast
> (1Kern, 2GB-RAM). Die kann man sogar gleichzeitig nutzen, ist aber
> knapp. Dabei sollte man möglichst auf dem Host nichts böses laufen
> haben (z.B. LibreOffice). Auf dem Labtop-Buster-Host laufen auch
> gleichzeitig noch Apache (interne Webseite mit Handbüchern und Doku),
> Samba (Win-Datenaustausch für die Gäste/Host) und noch Kleinigkeiten.
> Das ist etwas "Overkill", funktioniert aber flüssig (gerade noch, kurz
> vorm Swappen). Das ist notwendig, da der Melkanlagen-Techniker u.a.
> ein Katalogprogramm eines Herstellers benötigt, was nur unter Win7
> läuft und noch keine Win10-Version verfügbar ist (die haben
> InetExpl.11 "umprogrammiert" und eine eigene GUI damit gebaut, was
> aber mit Edge nicht funktioniert; da geht unter Win10 nichtmal ein
> Fenster auf und mit WINE gehts auch nicht=>min. InetExpl.11=>doofe
> Sache).
>
> Besonders "scharf" finde ich auch den Austausch der Zwischenablagen
> der 3 Systeme (erfordert eine kleine Nachinstallation im Gast und eine
> Einstellung im Host [1]). Es geht auch ein Dateien-kopieren über einen
> solchen Kanal, ist aber lahm bei großen Dateien. Deshalb habe ich die
> Samba- Variante gewählt, ist einfach schneller und "durchsichtiger".
> Kleiner Fallstrick: Die Netzwerkbrücke wird auch automatisch
> konfiguriert (kann auch manuell gemacht werden), startet aber nicht
> immer automatisch. Damit gehen dasClipboard-Sahring auch nicht. Dann
> im "virt-manager" beim NIC den Hacken "Link state active" setzten oder
> per console kontrollieren/ setzen (siehe auch I-NET....).
>
> USB-Geräte werden auch automatisch auf allen Systemen angezeigt, wenn
> man die Hubs an die Gäste weitergibt (automatisch in "virt-manager"
> voreingestellt).
>
> Das ist alles in Allem sehr gut und einfach mit dem "virt-manager".
>
> Nebenbei: Virtualbox habe ich noch nie verwendet und kann/will damit
> auch nicht sagen, was schneller/besser ist!
>
> ---
>
> [1]
> https://serverfault.com/questions/874309/virt-manager-spice-copy-paste-doesnt-work
>
Hallo,

glatt was vergessen: Ich hatte vor Kurzem ein Problem bei der Win10-
Installation genau auf dem angesprochenen Labtop: [1]

Dort sind auch diverse Infos zusammengetragen...z.B. was man als ISO
einbinden kann/soll

Wichtig: Die Win10-InstallDVD "physisch" einhängen und nicht ein ISO
machen und das in Win10 bei der Installation einhängen! Das produziert
nur Probleme (event. durch Kopierschutz o.ä.)

---

[1] https://lists.debian.org/debian-user-german/2020/01/msg00012.html

--
Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Reinhardt

Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Debian zusätzlich zu Win 7 und 10

Martin Steigerwald
In reply to this post by Sebastian Reinhardt
Sebastian Reinhardt - 06.02.20, 12:44:54 CET:
> Nebenbei: Virtualbox habe ich noch nie verwendet und kann/will damit
> auch nicht sagen, was schneller/besser ist!

Mir gefällt die Qt-basierte Oberfläche von VirtualBox besser als der GTK-
basierte virt-manager. Wobei virt-manager IMHO besser geworden ist. Und
ich mag auch den XML-Foo der libvirtd unten drunter nicht. Allerdings
geht das wohl auch über das Netzwerk mit einem Virtualisierungsserver,
der sich dann über die GUI ansprechen lässt.

Das hat teilweise damit zu tun, dass ich Plasma und Qt bevorzuge. Auch
wenn die Qt Company da gerade eher ungute Änderungen einführt.

Mit hin am besten gefällt mir der qemu-server mit dem qm-Befehl in
Proxmox VE, aber da gibt es nur die Web-GUI zu, was für einen
Virtualisierungsserver cool ist.

Gerne hätte ich für KVM etwas wie AQEMU, aber auf dem aktuellen Stand.

Ciao,
--
Martin


Reply | Threaded
Open this post in threaded view
|

Re: Debian zusätzlich zu Win 7 und 10

Martin Steigerwald
Martin Steigerwald - 06.02.20, 13:23:09 CET:
> Sebastian Reinhardt - 06.02.20, 12:44:54 CET:
> > Nebenbei: Virtualbox habe ich noch nie verwendet und kann/will damit
> > auch nicht sagen, was schneller/besser ist!
>
> Mir gefällt die Qt-basierte Oberfläche von VirtualBox besser als der
> GTK- basierte virt-manager. Wobei virt-manager IMHO besser geworden
> ist. Und ich mag auch den XML-Foo der libvirtd unten drunter nicht.
> Allerdings geht das wohl auch über das Netzwerk mit einem
> Virtualisierungsserver, der sich dann über die GUI ansprechen lässt.

Bezüglich Virtualisierungstechnologie ziehe ich aber KVM vor. Das
Virtualbox mit den Out of Tree-Kernel-Modulen und dem Oracle-Einfluss…
lieber nicht mehr. Auch wenn ich es wirklich lange benutzt hab.

--
Martin