NetworkManager und systemd-networkd/systemd-resolved

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NetworkManager und systemd-networkd/systemd-resolved

Christoph Pleger-2
Hallo,

ich habe hier ein Notebook, auf dem das kabelgebundene Interface eine
statische IP-Adresse über eine systemd-networkd/systemd-resolved
Konfiguration bekommt (das heißt, /etc/resolv.conf ist ein Link nach
/run/systemd/resolve/stub-resolv.conf) und das WLAN-Interface eine
dynamische IP-Adresse über den NetworkManager. Da wegen der Portabilität
des Notebooks die statische IP-Adresse abgeschaltet werden muss, wenn
das Kabel gezogen wird, wird das kabelgefundene Interface zusätzlich zu
systemd-networkd auch vom NetworkManager verwaltet.

Das funktioniert auch alles, allerdings sind auch bei gezogenem
LAN-Kabel (d.h., NetworkManager hat die kabelgebundene Verbindung
deaktiviert) noch die in der systemd-networkd-Konfiguration festgelegten
Nameserver in der Liste der zu befragenden DNS-Server enthalten, wie
sowohl der Datei /run/systemd/resolve/resolv.conf als auch dem Befehl
"resolvectl status" zu entnehmen ist. Dabei handelt es sich zwar
sozusagen nur um ein kosmetisches Problem, trotzdem würde ich es gerne
so hinbekommen, dass nach dem Deaktivieren der Kabelverbindung die
entsprechenden Nameserver aus der Resolver-Konfiguration verschwinden.

Lässt sich so eine Kombination von NetworkManager und
systemd-networkd/systemd-resolved verwirklichen?

Viele Grüße
   Christoph

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ifupdown, NetworkManager und resolvconf (war: NetworkManager und systemd-networkd/systemd-resolved)

Christoph Pleger-2
Hallo,

On 2020-01-27 17:38, Christoph Pleger wrote:

> Das funktioniert auch alles, allerdings sind auch bei gezogenem
> LAN-Kabel (d.h., NetworkManager hat die kabelgebundene Verbindung
> deaktiviert) noch die in der systemd-networkd-Konfiguration
> festgelegten Nameserver in der Liste der zu befragenden DNS-Server
> enthalten, wie sowohl der Datei /run/systemd/resolve/resolv.conf als
> auch dem Befehl "resolvectl status" zu entnehmen ist. Dabei handelt es
> sich zwar sozusagen nur um ein kosmetisches Problem, trotzdem würde
> ich es gerne so hinbekommen, dass nach dem Deaktivieren der
> Kabelverbindung die entsprechenden Nameserver aus der
> Resolver-Konfiguration verschwinden.

Auf einem anderen Rechner mit Debian 10 habe ich zwar nur ein
kabelgebundenes Interface, möchte aber gelegentlich über das GUI-Plugin
des NetworkManagers eine OpenVPN-Vebindung herstellen, was nur möglich
ist, wenn das kabelgebundene Interface auch über den NetworkManager
verwaltet wird. Dort hatte ich mit der Kombination von NetworkManager
und systemd-networkd das grundlegendere Problem, dass NetworkManager dem
Interface per DHCP eine andere Adresse zuwies, als ich in der
systemd-networkd-Konfiguration festgelegt hatte. Daher wollte ich dort
zu der Konfiguration zurück kehren, die ich in Debian 9 hatte, nämlich
einer Kombination von ifupdown, NetworkManager und resolvconf. Daher
habe ich systemctl disable systemd-networkd und systemctl disable
systemd-resolved ausgeführt, resolvconf installiert und so konfiguriert,
dass /etc/resolv.conf von resolvconf verwaltet wird,
/etc/network/interface mit dem Eintrag source-directory
/etc/network/interfaces.d angelegt, in
/etc/network/interfaces.d/$[iface_name} die Konfiguration für das
Interface hinterlegt, inklusive den dns-* Einträgen für resolvconf und
in /etc/NetworkManager/NetworkManager.conf im Abschnitt [ifupdown]
managed=true gesetzt. Nach einem Reboot stellte ich dann fest, dass
/etc/resolv.conf abgesehen vom Eintrag "# Automatically created by
resolvonf, do not edit" leer war. Außerdem ließ sich die
OpenVPN-Verbindung über die GUI nicht aufbauen, nm-cli zeigte mir dann
die Fehlermeldung, dass die Basisverbindung für das OpenVPN nicht
ermittelt werden kann.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das alles unter Debian 9 noch genau so
funktioniert hat. Wie kann ich das in Debian 10 wieder hin bekommen?

Viele Grüße
   Christoph