Re: init=/bin/sh

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Re: init=/bin/sh

Tom Rauchenwald
"Marco" <[hidden email]> writes:

> Hallo,

Hi,

> die obengenannte Option erfüllt ihren Zweck als Notfallskonsole. Es wäre aber
> schön auch etwas komfortableres zu haben. Was muss ich tun, wenn ich so booten
> will, dass möglichst nichts den Bootvorgang verhindern kann, und trotzdem
> möglichst folgendes da ist:
>
> - deutsches Tastatur-Layout
> - alle Platten / Filesysteme gemountet
> - aktuelle Bash-Version
> - durchlaufene .bashrc
> - Zugriff auf USB
> - vollständige Netzwerkkonfiguration
>
> Die letzten beiden habe ich nicht probiert, gehen wahrscheinlich eh.
>
> Also wie macht das ein Profi, der im Fall des Falles möglichst effizient
> Fehlersuchen möchte?

In den Single-User mode booten. Also dem Kernel zusätzlich single
mitgeben. Das geht je nach Bootloader etwas anders.

> Gruß
> Marco

Tom

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Re: init=/bin/sh

Richard Mittendorfer-2
Also sprach "Marco" <[hidden email]> (Sat, 22 Jul 2006 11:25:55
+0000 (UTC)):
> Hallo,
>
> die obengenannte Option erfüllt ihren Zweck als Notfallskonsole. Es
> wäre aber schön auch etwas komfortableres zu haben. Was muss ich tun,
> wenn ich so booten will, dass möglichst nichts den Bootvorgang
> verhindern kann, und trotzdem möglichst folgendes da ist:
>
> - deutsches Tastatur-Layout

loadkeymaps

> - alle Platten / Filesysteme gemountet

mount -a

> - aktuelle Bash-Version

/bin/bash

> - durchlaufene .bashrc

. ~/.bashrc

> - Zugriff auf USB

Dafuer koennten einige der Tools aus den initscripten faellig werden,
ansonst einstecken, dmesg nach der partition (oft /dev/sda1) fragen und
mounten.

> - vollständige Netzwerkkonfiguration

ifup <interface>

Kommt darauf an, was du unter "vollstaendig" verstehst
(NFS/samba/ntpd/..).

> Die letzten beiden habe ich nicht probiert, gehen wahrscheinlich eh.
>
> Also wie macht das ein Profi, der im Fall des Falles möglichst
> effizient Fehlersuchen möchte?

grml bootenschnitzl
 
> Gruß
> Marco

sl ritch

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Re: init=/bin/sh

Richard Mittendorfer-2
Also sprach Richard Mittendorfer <[hidden email]> (Sat, 22 Jul 2006
14:03:58 +0200):
[...]
> > - deutsches Tastatur-Layout
>
> loadkeymaps

aehh, s/maps/s/, genauer: z.B. fuer DE
loadkeys /usr/share/keymaps/i386/quertz/de.kmap.gz

sl ritch


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Re: init=/bin/sh

Andreas Pakulat-3
In reply to this post by Tom Rauchenwald
On 22.07.06 11:25:55, Marco wrote:
> die obengenannte Option erfüllt ihren Zweck als Notfallskonsole. Es wäre aber
> schön auch etwas komfortableres zu haben. Was muss ich tun, wenn ich so booten
> will, dass möglichst nichts den Bootvorgang verhindern kann, und trotzdem
> möglichst folgendes da ist:

Dann nicht init=/bin/sh nutzen sondern einen speziellen Runlevel
starten (den du vorher entsprechend "abspeckst").

> - deutsches Tastatur-Layout

Das passende init-Skript starten (evtl. keymap.sh)

> - alle Platten / Filesysteme gemountet

mountall.sh sollte das richtige Skript sein.

> - aktuelle Bash-Version

?? wenn du dich angemeldet hast wird die aktuelle Bash gestartet, oder
willst du bash --version ausgefuehrt haben?

> - durchlaufene .bashrc

Das passiert wenn du in deiner .bash_profile .bashrc sourced. Da
koenntest du dann auch ein bash --version an das Ende setzen.

> - Zugriff auf USB

Laden der notwendigen Module? man mount. Wenn du automatisches Mounten
meinst: udev oder hotplug starten.

> - vollständige Netzwerkkonfiguration

man ifup, einfach mal ifup <laninterface> ausfuehren.

> Also wie macht das ein Profi, der im Fall des Falles möglichst effizient
> Fehlersuchen möchte?

init=/bin/sh (falls Runlevel 1 auch Probleme hat) und dann das
notwendige starten, also Verzeichnisse mounten, Interfaces starten,
Tastaturlayout umstellen. ;-)

Andreas

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Re: init=/bin/sh

Steffen Schulz-2
In reply to this post by Tom Rauchenwald
On 060722 at 13:30, Marco wrote:
> Hallo,
>
> möglichst nichts den Bootvorgang verhindern kann, und trotzdem
> möglichst folgendes da ist:

Ich glaube, du willst einen runlevel booten, in dem keine graphische
Oberflaeche startet. Das "moeglichst alles startet, was geht" ist
Normalfall. Ggf werden entsprechende Fehlermeldungen beim Booten
ausgegeben. Wenn essentielle Dinge nicht funktionieren, zB die
Partitionierung nicht mit der fstab uebereinstimmt oder Dateisysteme
fehlen, wird mit entsprechender Fehlermeldung abgebrochen.

> Also wie macht das ein Profi, der im Fall des Falles möglichst effizient
> Fehlersuchen möchte?

Er liest die Fehlermeldung.


Allgemein hast du 3 Stufen:

System bootet normal, Fehler sind unkritisch, zB einfache
Konfigurationsfehler in Serverprogrammen.

System stellt Fehler fest und geht in den single-user-mode.
Das gibt dir die Moeglichkeit, dort den Fehler zu beheben.

System stellt Fehler fest und bricht Bootvorgang ab.(panic)
Wenn z.B. kein root-Dateisystem aufgefunden wird. Das ist dann der
Punkt, wo du zB mit init=/bin/bash oder root=/dev/foo versuchst, das
System soweit zu booten, dass du den Fehler beheben kannst.


mfg
pepe
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