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Zusätzliche HD beim boot prüfen lassen

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Zusätzliche HD beim boot prüfen lassen

Dirk Finkeldey
Hallo,


Habe da ein kleines Problem nicht wirklich schlimm aber nervig.

Für einen Bekannten habe ich 2 HD in seinen PC verbaut, 1 240GB SSD für
das System und 1 1TB Standard HD für den Benutzer.

Die 2 HD wurde nachgerüstet und nun sollte diese auch automatisch beim
Systemstart überprüft werden.


System ist Debian Jessie als FS wird xfs für / und /home sowie ext2 für
/boot verwendet.

Es scheint seit systemd nicht mehr zu reichen einen entsprechenden
Eintrag in /etc/fstab zu machen.

Wie erweitere / erstelle  ich bei systemd einen entsprechenden Aufruf um
bei jeden Systemstart die 2 HD mit prüfen zu lassen?


Falls wichtiges fehlt bitte nachfragen, hoffe mein anliegen ist klar
genug dargestellt um tips / links zu  entsprechender Dokumentation geben
zu können.


Mit Dank und freundlichen Grüßen

Dirk Finkeldey

DdB
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Re: Zusätzliche HD beim boot prüfen lassen

DdB
Hi Dirk,

Am 21.04.2017 um 09:08 schrieb Dirk Finkeldey:
> System ist Debian Jessie als FS wird xfs für / und /home sowie ext2 für
> /boot verwendet.
>
> Es scheint seit systemd nicht mehr zu reichen einen entsprechenden
> Eintrag in /etc/fstab zu machen.

Das ist richtig: siehe z.B. hier
(https://community.oracle.com/thread/4010070)

Ich kenne XFS nicht und fand kein vorgefertigtes Beispiel für systemd,
aber das sollte damit gehen.

Ich selbst nutze ext4 + ZFS, wobei Letzteres ohnehin eine
Konsistenzprüfung beim Start macht, d.h. das Dateisystem wird erst nach
der Prüfung bereitgestellt.

Also kann systemd sowas.
Gruß, DdB

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Re: Zusätzliche HD beim boot prüfen lassen

Martin Steigerwald
In reply to this post by Dirk Finkeldey
Hallo Dirk.

Dirk Finkeldey - 21.04.17, 09:08:
> Habe da ein kleines Problem nicht wirklich schlimm aber nervig.
>
> Für einen Bekannten habe ich 2 HD in seinen PC verbaut, 1 240GB SSD für
> das System und 1 1TB Standard HD für den Benutzer.
>
> Die 2 HD wurde nachgerüstet und nun sollte diese auch automatisch beim
> Systemstart überprüft werden.

Abseits der Systemd-Geschichte, hier ein kleiner Auszug von fsck.xfs:

if $AUTO; then
        echo "$0: XFS file system."
else
        echo "If you wish to check the consistency of an XFS filesystem or"
        echo "repair a damaged filesystem, see xfs_repair(8)."
fi

D.h. das Skript prüft das Dateisystem *ohnehin* nicht. Einstellung der XFS-
Entwickler dazu:

Ist Deine Hardware in Ordnung, dann brauchst Du kein regelmäßiges Prüfen des
Dateisystems.

Das gesagt gibt es in neueren XFS-Versionen im Kernel Prüfsummen für Metadaten
und die Entwickler arbeiten gerade auch an Prüf-Werkzeugen dazu. So oder so
würde der Kernel bei Zugriff Fehler dann bemerken. Ich bin mir nicht mehr
sicher, ab wann die xfsprogs diese Funktion standardmäßig zuschalten, der
normale Jessie-Kernel 3.16 ist da jedoch zu alt. Der Backport-Kernel kann das
neue Format definiert, evtl. braucht es für mkfs.xfs aus Jessie aber noch eine
Option, um das einzuschalten. In Stretch ist das neue Format standardmäßig
aktiv.

Interessantes Detail dabei: Es gibt *kein* Werkzeug, um ein Dateisystem vom
alten auf das neue Format zu heben. Neuere XFS-Dateisysteme können das alte
Format aber noch laden. In den Release Notes zu RHEL 7.3 dürfte der
Zusammenhang ganz gut beschrieben.

Ist das jetzt wichtig für Deinen Bekannten? Nunja, ich gehe davon aus, dass
die XFS-Entwickler das alte Format weiterhin unterstützen werden. Ich denke
aber es wäre an sich auch kein großes Ding mehr, das Debian einfach auf
Stretch hochzuheben, das ja bald genug fertig sein dürfte. Kommt natürlich
etwas auf die Desktop-Umgebung an. Bei Plasma ist ein gewisses Umgewöhnen
angesagt durch die weitgehende Umstellung auf KDE Frameworks 5 und Qt 5. Daher
werd ich bei meinem Vater eher noch warten. Es ist nicht ganz anders, aber
auch nicht ganz gleich.

Ciao,
--
Martin

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Re: Zusätzliche HD beim boot prüfen lassen

Dirk Finkeldey
Am 21.04.2017 um 11:43 schrieb Martin Steigerwald:

> Hallo Dirk.
>
> Dirk Finkeldey - 21.04.17, 09:08:
>> Habe da ein kleines Problem nicht wirklich schlimm aber nervig.
>>
>> Für einen Bekannten habe ich 2 HD in seinen PC verbaut, 1 240GB SSD für
>> das System und 1 1TB Standard HD für den Benutzer.
>>
>> Die 2 HD wurde nachgerüstet und nun sollte diese auch automatisch beim
>> Systemstart überprüft werden.
> Abseits der Systemd-Geschichte, hier ein kleiner Auszug von fsck.xfs:
>
> if $AUTO; then
>          echo "$0: XFS file system."
> else
>          echo "If you wish to check the consistency of an XFS filesystem or"
>          echo "repair a damaged filesystem, see xfs_repair(8)."
> fi
>
> D.h. das Skript prüft das Dateisystem *ohnehin* nicht. Einstellung der XFS-
> Entwickler dazu:
>
> Ist Deine Hardware in Ordnung, dann brauchst Du kein regelmäßiges Prüfen des
> Dateisystems.

OK, habe mich also täuschen lassen.

>
> Das gesagt gibt es in neueren XFS-Versionen im Kernel Prüfsummen für Metadaten
> und die Entwickler arbeiten gerade auch an Prüf-Werkzeugen dazu. So oder so
> würde der Kernel bei Zugriff Fehler dann bemerken. Ich bin mir nicht mehr
> sicher, ab wann die xfsprogs diese Funktion standardmäßig zuschalten, der
> normale Jessie-Kernel 3.16 ist da jedoch zu alt. Der Backport-Kernel kann das
> neue Format definiert, evtl. braucht es für mkfs.xfs aus Jessie aber noch eine
> Option, um das einzuschalten. In Stretch ist das neue Format standardmäßig
> aktiv.
>
> Interessantes Detail dabei: Es gibt *kein* Werkzeug, um ein Dateisystem vom
> alten auf das neue Format zu heben. Neuere XFS-Dateisysteme können das alte
> Format aber noch laden. In den Release Notes zu RHEL 7.3 dürfte der
> Zusammenhang ganz gut beschrieben.

Also sichern aller Inhalte auf usb Platte (past & copy) und HD neu
formatieren, anschließen past & backcopy)
>
> Ist das jetzt wichtig für Deinen Bekannten? Nunja, ich gehe davon aus, dass
> die XFS-Entwickler das alte Format weiterhin unterstützen werden. Ich denke
> aber es wäre an sich auch kein großes Ding mehr, das Debian einfach auf
> Stretch hochzuheben, das ja bald genug fertig sein dürfte.
Wenn mit stretch die Überprüfung funktioniert formatiere ich auch gerne
noch mal neu - ist ja kein Ding.
>   Kommt natürlich
> etwas auf die Desktop-Umgebung an. Bei Plasma ist ein gewisses Umgewöhnen
> angesagt durch die weitgehende Umstellung auf KDE Frameworks 5 und Qt 5. Daher
> werd ich bei meinem Vater eher noch warten. Es ist nicht ganz anders, aber
> auch nicht ganz gleich.
>
> Ciao,

Verwendet wird xfce, die andren Desktop Varianten sind mir zu "fett"

Danke für die Ausführliche Antwort.

Gruß Dirk

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